jetzt wird es schmutzig
Gerade eben freue ich mich im Kommentar zur Maltes Artikel über die Facebook-Klage noch auf einen schönen, schmutzigen Prozeß, da lese ich bei Mike Schnoor, dass StudiVZ bereits eine Presseerklärung zu der nun wieder “angeblichen” Klage, die dem VZ nach eigenen Angaben noch nicht zugegangen ist, abgegeben hat. Zudem hat jetzt studiVZ auch Facebook verklagt, vorsorglich nämlich und vor dem Stuttgarter Landgericht, nämlich auf die Feststellung der Unzulässigkeit der erhobenen Vorwürfe. Der StudiVZ-Geschäftsführer Marcus Rieke wird in der PM dazu folgendermaßen zitiert:
“Es gibt weltweit zahlreiche soziale Netzwerke. Facebook war nicht das erste und ist beileibe nicht das Einzige. Mit dem Versuch, studiVZ durch die Durchführung eines Prozesses ohne Erfolgsaussichten vor einem amerikanischen Gericht zu schädigen, erhebt Facebook im Prinzip den Anspruch auf ein weltweites Monopol bei sozialen Netzwerken. Dies ist vermessen und wird sich schnell entlarven. Wir sehen der Sache gelassen entgegen.”
…meiner Erfahrung nach bedeutet die Formlierung “gelassen entgegen sehen” in Pressemitteilungen dechiffriert in die wirkliche Gefühlslage immer: uns geht der Arsch auf Grundeis, denn wieso sonst sollte man schon die Unrichtigkeit der Behauptung einer Klageschrift gerichtlich feststellen lassen, die man nach eigenen Angaben noch nie gesehen hat?