Facebook hat in D noch Platz zum Wachsen
Oder anders ausgedrückt: Facebook verpatzt den Deutschland-Start, so jedenfalls Holger Schmidt im FAZ-Blog Netzökonom:
Das soziale Netzwerk Facebook hat den erhofften Katapultstart in Deutschland mit der Einführung einer deutschen Sprachversion Anfang März nicht geschafft. Für das gesamte erste Quartal weist das Marktforschungsunternehmen Nielsen Online für Facebook lediglich 1,2 Millionen Besucher und damit 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum aus, als Facebook nur mit einer englischen Version vertreten war und außerhalb der Internet-Szene noch weitgehend unbekannt war. Der Zuwachs ist deutlich geringer als in den anderen Ländern wie den Vereinigten Staaten, Großbritannien oder Frankreich, wo das Unternehmen regelmäßig dreistellige Wachstumsraten erreicht hat. Für den Monat März gibt Nielsen keine konkreten Zahlen heraus, da die Nutzerzahlen zu gering sind, um statistisch saubere Hochrechnungen zu ermöglichen. Offenbar hat auch die Hilfe der Samwer-Brüder nichts gebracht.
Ich glaube, das liegt ganz klassisch in der üblichen Herangehensweise amerikanischer Unternehmen, erst einmal einen Brückenkopf in London aufzubauen und dann zu hoffen, dass dann auch das restliche Europa klappt. Tut es meistens nicht.
Andererseits wird die Facebook Developer Garage in Hamburg sicherlich eine Initialzündung für die Entwicklung in Deutschland sein, nicht nur was Apps angeht, sondern auch das allgemeine Userwachstum. Danach sollte Facebook zügig ein Team in Deutschland aufbauen, sonst wird die Sache mit dem exorbitanten Wachstum ziemlich schwierig, es sei denn, Facebook kauft StudiVZ und migriert fix die User. Es gibt sie noch, die einfachen Lösungen…