Werbesache: Stellungnahme von Facebook

Thomas Knüwer hat zu der Thematik rund um die Verwendung von Namen der User in Google Adwords eine Stellungnahme von Facebook gepostet:

“Facebook hat mehrere Programme getestet, damit Nutzer, mit der Option einer öffentlichen Suchanzeige für die Indexierung von Suchmaschinen, noch schneller in Suchergebnissen zu finden sind. Im Moment läuft dieser Test nicht mehr. Die Anzeigen wurden nur ausgeliefert, wenn a) ein Facebook Nutzer ein öffentliche Suchanzeige für die Indexierung von Suchmaschinen hat und b) wenn nach speziell ihrem Namen auf einer Suchmaschine gesucht wurde. Der Klick auf diese Anzeige führte auf die Hauptseite von Facebook, wo man sich wie immer registrieren muss bevor man ein Freund der gesuchten Person werden kann und bevor irgendwelche Informationen zu sehen sind.

Öffentliche Suchanzeigen zeigen allenfalls die Informationen Name und Foto des Nutzers, und auch nur dann, wenn der Nutzer in seinen Einstellungen der Privatsphäre die Such-Sichtbarkeit auf “Alle” gesetzt hat.

Öffentliche Suchanzeigen gibt es, um unsere Nutzer noch einfacher auffindbar für ihre Freunde auf Suchmaschinen zu machen und können jederzeit von den Nutzern ausgestellt werden. Nur Nutzer die über 18 sind und die die Einstellung “Eine öffentliche Suchanzeige für mich erstellen und diese für die Indexierung von Suchmaschinen verwenden” angekreuzt haben tauchen in externen Suchen auf.”

Also wie gehabt, die Grundaussage ist: “alles halb so schlimm, wir haben nur mal geguckt, was so geht”.

Derweil hat sich Johnny Haeusler jetzt überlegt, zusammen mit Udo Vetter gegen Facebook vorzugehen, so aus Prinzip. Ich halte da nichts von. Auch wenn ich das Vorgehen von Facebook für äusserst unbedacht und unsensibel halte, gab es eine angemessene Reaktion, nämlich den sofortigen Stop der Werbe-Aktion. Andersrum finde ich es auch immer netter, wenn man eine Auffordung bekommt, irgendetwas zu unterlassen, bevor gleich die Anwälte mit den Säbeln rasseln, das kann man dann evtl. sogar noch Dialog nennen. Und getreu dem Motto “Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu” finde ich es völlig übertrieben, hier einen juristischen Weg beschreiten zu wollen. Aber es bringt natürlich Aufmerksamkeit, was auch eine Motivation sein kann.

3 Kommentare to “Werbesache: Stellungnahme von Facebook”

  1. Also nehmen wir mal an, die Facebook-Stellungnahme stimmt. Da kreuzt ein User explizit an, dass sein Facebook-Account über Suchmaschinen wie Google gefunden werden soll. Nun gibt ein anderer bei Google dessen Namen ein.

    Wenn jetzt der Name und der Link zu Facebook in den normalen Suchergebnissen erscheint, dann ist das kein Problem, ja? Wenn aber der Name und der Link zu Facebook im Werbeblock erscheint, dann doch?

  2. Ja, denn dann ist das erstmal keine Werbung für Facebook, sondern eine generelle Möglichkeit, mich bei Facebook aufzufinden. Es ist doch auch ein Unterschied, ob ich z. B. Boris Becker bei McDonalds essen sehe, oder ob McDonalds Plakate mit seinem Bild und Namen aufhängt.

  3. Ich finde diese ganze Sache und die Aufregung, die gewisse Personen darüber verursachen einfach nur lächerlich.

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