Ballmer und die Faddishness
Micro$oft-Chef Steve Ballmer äusserste sich in einem Interview mit Times Online über Facebook als Modeerscheinung:
“I think these things [social networks] are going to have some legs, and yet there’s a faddishness, a faddish nature about anything that basically appeals to younger people,” Mr Ballmer told Times Online yesterday.
Ballmer greift ein wichtiges Thema auf, auch wenn man sagen könnte, dass vieles eine Modeerscheinung sein kann, gerade wenn es um junge Zielgruppen geht. Es ist natürlich eine Fragestellung, mit der sich Microsoft als potentieller Investor in Facebook auseinandersetzen sollte. Wie lange hält das Wachstum an, was ist das nächste grosse Ding und wie kann man verhindern, dass dann alle abwandern? Es ist allerdings falsch, Facebook vorschnell als Modeerscheinung abzutun, denn Facebook ist erstens nicht erst seit gestern am Markt, zweitens bietet Facebook mit den Apps viele Möglichkeiten, neue Interessen der User abzubilden und quasi mit ihnen mitzuwachsen und drittens sorgt die Durchdringung von Facebook in amerikanischen Highschools und Colleges für das stete Anfixen potentieller neuer User, da Facebook dort quasi den Standard darstellt.
Man sollte die Äusserungen Ballmers vor allem so auffassen: Microsoft würde gerne in Facebook investieren, will aber den Preis noch drücken und daher kommt ein Statement, dass wiederum Analysten auf den Plan rufen wird, die ähnliche Warnungen ausgeben, damit die Preisdiskussion noch einmal im Sinne Microsofts geführt werden kann.